Gargano

Die Covid-19 Pandemie begleitet uns noch immer. Wir haben überlegt, ob wir überhaupt in den Süden fahren. Da Süditalien noch nicht zu den gesperrten Zonen gehörte, haben wir uns entschlossen zu fahren. Zuvor haben wir uns diverse Unterlagen und Bestätigungen für die Reise besorgt. Viele  Papiere die man für Corona benötigte. Schlussendlich  haben wir diese dann doch nicht gebraucht.



Italien das Land der großen Gegensätze. Auf der einen Seite wird Mülltrennung ganz groß geschrieben. Auf der anderen Seite versinkt das Land im Müll. Viele Brände werden durch unachtsamen weggeworfen Müll verursacht. Die Italiener lieben das Campen und das Wohnmobilfahren. Es wird einfach alles mit genommen. Hunde, Katzen, Vögel und sogar Affen im Womo haben wir gesehen. Der Gegensatz dazu, dass es im Süden sehr viele Streuner gibt, die nicht gerade nett behandelt werden.


Der Start 11.09.2020 nach der Arbeit um 17:30 Uhr

KM Stand am Start 5114

 

Eigenltich wollten wir bis Chioggio fahren. Aus dem Stopp wurde nicht, da unser Navi nach einem Update die Stellplätze in einen verstecktem Ordner gespeichert hatte. Dies konnten wir erst später lösen.

Über das Handy und der Promobil App haben wir einen netten Sosta Platz unter Mesola gefunden. Kurz nach Mitternacht lies uns der nette Besitzer noch hinein. Der Platz Oasi Park2 ist mitten im nirgendwo, dafür nett in einem großem Park angelegt.

Gefahrene KM 502


Am nächsten Morgen ging es um 10:45 Uhr weiter, da wir länger auf den Besitzer warten mussten. Ohne zu bezahlen wollten wir nicht weiter fahren. Der nächste Zwischenstopp war Ravenna am Lido die Dante. An diesem Platz sind wir schon mal gestanden. Damals waren wir die letzten Gäste am Platz. Der Campingplatz war sauber und top gepflegt. Diesmal was es anders. Es war kaum ein Platz zu bekommen und die halbe Nacht war Disco am Strand. Das Meer war sehr verschmutzt. Das viele Strandgut das durch einen Sturm hereintrieb störte nicht sonderlich. Leider schwamm auch sehr viel Müll und Plastik im Meer. Abstand halten konnten wir am Strand kaum Nach 2 Tagen sind wir enttäuscht abgereist. Camping Classe bietet keine ASCCI Karte mehr, daher für zwei Tage mit € 55,80 in der Nachsaisson auch relativ teuer.

Gefahrene KM 73


14.09.2020 Start 09:00 Uhr

Eigentlich sollte es der Küste entlang weiter gehen. Auf der Suche nach einem Einkaufsmarkt sind wir dann leider auf der Autobahn gelandet. Wir sind bis weit unter Pescara nach Fossacesia gefahren. Dort haben wir einen sehr schönen Stellplatz Area Camper Comunale gefunden. Keine Minute zu spät wie sich herausstellte. Wären wir eine halbe Stunde später gekommen, hätten wir keine Platz mehr gehabt. Bei der Zufahrt sollte man aufpassen und nicht nach dem Navi fahren, da man sonst bei der Zugsunterführung nicht durchkommt. Einfach 150 Meter weiter fahren und die nächste Einfahrt nehmen. Hier hat es uns so gut gefallen, dass wir einige Tage geblieben sind und mit dem Roller die Gegend erkundet haben.

In direkter Küstennähe auf einer Bergspitze liegt die Abbazia di San Giovanni in Venere. Die Bauplanung begann 1165, die Ausführung aber erst nach 1200. Es gab hier als Vorgängerbau einen Tempel der Venus Conciliatrix, der der späteren romanischen Benediktineranlage ihren Namen gab. Die Fassade verzichtet bis auf ein Gesims und Blendarkaden auf jeglichen Schmuck. Dafür ist das Portal das am reichsten dekorierte der Zeit in den gesamten Abruzzen. Leider konnten wir nicht hinein, da dort gerade eine Hochzeit statt fand.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehört auch die Gotische Kathedrale mit dem Titel St. Justin (San Giustino.