Italienrundreise 14.09. bis 07.10.

Wer hätte das Gedacht, dass dies unsere letzte Reise mit der Mobilvetta wird. Nach dem Urlaub wurde sie verkauft.

Start war der 14.09.2018 um 16:15 Uhr

Kilometerstand am Start 44 212

Gefahrene KM 467

Lange waren wir nicht unterwegs und wir hatten schon das erste Gewitter.

Bei Starkregen und Stau ging es mal Richtung Grenze.

Gelandet sind wir am Sosta Platz 2 Palmen. Diesen kannten wir noch vom letzten Jahr. Der Platz kostet € 17/Tag mit Strom und Wasser. Für die Dusche zahlt man extra € 0,50.

In der Nacht gab es ein heftiges Gewitter. Dies beruhigte sich dann im laufe des Morgens.



15.09. Venedig

Eigentlich hatten wir vor mit dem Roller die knapp 50 Kilometer nach Venedig zu fahren. Da es noch leicht regnete, erkundigten wir uns an der Rezeption des Platzes, welche Möglichkeiten es gibt, um nach Venedig zu kommen.

Sehr hilfsbereit erklärte uns die Dame, dass wir nach Chioggia gehen müßten. Die auf Holzpfählen errichtete Stadt liegt im Süden der Lagune von Venedig. Sie trägt wegen ihrer Ähnlichkeit mit der Metropolitanstadt den Beinamen „Klein-Venedig“. Chioggia ist über eine Steinbrücke mit dem Festland verbunden. Der Vena-Kanal teilt die Stadt und wird von neun Brücken gekreuzt. Vom Hafen der kleinen Stadt geht ca alle 2 Stunden ein Taxiboot nach Venedig.

Also machen wir uns auf den Weg. Zu Fuß sind es ca 2 Km.

 

Man muß bis zum Ende des Hafens gehen. Dort kann man ein Ticket für das Taxiboot kaufen.

Das Tagesticket kostet hin und zurück € 20/Person. Unterwegs ist man knapp 2 Stunden. Zuerst mit dem Boot dann steigt man in den Bus um. Dieser fährt nach eine Weile wieder auf das Boot. Das letzte Stück legt man wieder mit dem Taxiboot zurück. Merken muss man sich die Linie 1.

An der Haltestelle San Marco sind wir ausgestiegen. Von dort aus ging es zu Fuß durch Venedig. Gegangen sind wir fast 10 KM.

Wenn man schon in Venedig ist, muß man mit der Gondel fahren, dachten wir. Der Preis ist doch etwas übertrieben.

Eine halbe Stunde kostet € 80. Dies wollten wir nicht wirklich ausgeben, da wir das Chaos mit den Gondeln sahen.

Unter der bekannten Rialtobrücke machten wir eine Pause in einem Cafe, und sahen durch zufall das Taxiboot mit der Nummer 1 vorbei fahren. Besser als die Gondel dachten wir. Also gingen wir den ganzen Weg bis San Marco wieder zurück und führen mit dem Boot durch Venedig. Unser Ticket war ja den ganzen Tag gültig. An der Endstation steigt man aus und wartet auf das nächste Boot, das den ganzen Weg wieder zurück fährt.

 

Venedig und seine Lagune stehen seit 1987 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Sie inspirierten besonders die Künstler und Venedig wurde zu einer der von Touristen meistbesuchten Städte.

Venedig ist die Hauptstadt der Region Venetien in Norditalien und wurde auf mehr als 100 kleinen Inseln in einer Adria-Lagune erbaut. Als Verkehrswege gibt es dort nur wenige Straßen und fast ausschließlich Kanäle, darunter den Canale Grande mit seinen Palästen aus der Renaissance und Gotik. Am zentralen Markusplatz befindet sich der Markusdom mit byzantinischen Mosaiken und dem Glockenturm, von dem aus der Blick über die roten Dächer der Stadt geht.

Die Lagune, wie sie heute besteht, ist ein Biotop aus Menschenhand, welches unter Beibehaltung der derzeitigen Bedingungen unerwünschten Veränderungen unterworfen ist. Daher wird darüber nachgedacht, einige Flüsse zeitweise in die Lagune zu entwässern und durch Nutzung künstlicher Kanäle die Verteilung der Sedimente zu unterstützen.

Trotz Anstrengungen zur Reinhaltung der Lagunge gelangen noch Fäkalien, Abfälle und Industrierückstände in das Wasser. Die zahlreichen Motorboote belasten die Lagune mit ölhaltigen Betriebsstoffen.

 

Venedigt ist eine sehr beeindruckente Stadt. Entäuscht waren wir vom Markusplatz. Dieser war vertreckt und voll mit Verstaufständen.

Venedit bietet sehr viele Sehenswürdigkeiten darunter die Rialtobrücke, der Canale Grande, die Seufzerbrücke, der Markusplatz, Cannaregio, Campanile die San Marco, Dogenpalast und noch vieles mehr.

Gegen 22 Uhr abends sind wir total müde zum Sostaplatz zurück gekommen.

 


16.09. Pisa und San Galgano

Gefahrene Kilometer 462

Gegen 10 Uhr Vormittags machten wir und auf den Weg nach Pisa. Unser Womo stellten wir am Wohnmobilstellplatz Area Comunale ab. Dies ist ein bewachter Sostaplatz. Für 4 Stunden mit Strom und Entsorgung haben wir € 5 bezahlt.

Von dort auch machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Nach knapp 2 Kilometer erreichten man die Altstadt mit dem schiefen Turm.

 

Der Schiefe Turm von Pisa (italienisch Torre pendente di Pisa) ist das wohl bekannteste geneigte Gebäude der Welt und Wahrzeichen der Stadt Pisa in Italien.

Der Turm war als freistehender Glockenturm (Campanile) für den Dom in Pisa geplant. 12 Jahre nach der Grundsteinlegung am 9. August 1173, im Jahr 1185 als der Bau bei der dritten Etage angelangt war, begann sich der Turmstumpf in Richtung Südosten zu neigen. Daraufhin ruhte der Bau rund 100 Jahre. Die nächsten vier Stockwerke wurden dann mit einem geringeren Neigungswinkel als dem bereits bestehenden gebaut, um die Schieflage auszugleichen. Danach musste der Bau nochmals unterbrochen werden, bis 1372 auch die Glockenstube vollendet war.

Der Grund für seine Schieflage liegt in dem Untergrund aus lehmigem Morast und Sand, der sich unter dem Gewicht verformt.

Der 55 Meter hohe und 12 Meter durchmessende Campanile besteht aus 14.200 Tonnen weißen Carrara-Marmors und hat sieben Glocken, die aber längere Zeit wegen der Einsturzgefahr nicht läuten durften. Er sollte der Höhepunkt der ganzen Anlage der Piazza dei Miracoli sein.

Ein Magnet für Touristen. Diese tummelten sich dort wie auf einen Ameisenhaufen.

Nach der Besichtigung sind wir weiter nach San Galgano gefahren. Die Kirche wollten wir unbedingt Abends mit Beleuchtung nochmals sehen.

Abbazia San Galgano

Die Abbazia San Galgano ist die Ruine einer ehemaligen Abtei etwa 35 km südwestlich von Siena auf dem Gebiet der Gemeinde Chiusdino in der Toskana in Italien. Das Kloster wurde im 12. Jahrhundert von Galgano Guidotti auf dem Hügel Montesiepi gegründet. Die Abtei von San Galgano blühte bis 1768, als der Glockenturm und die meisten Gewölbe der Kirche einstürzten. Die große Struktur mit ihren Mauern perfekt erhalten ist ein mystisch, magischer Ort geblieben.

Wir hatten die Abtei schon einmal besucht. Diesmal wollten wir sie mit der Beleuchtung sehen. Einige Male sind wir vom Parkplatz den Weg hinauf gewandert, bis endlich gegen 20:30 Uhr die Beleuchtung eingeschaltet wurde.

Es war etwas unheimlich, denn über den nahe gelegenen Friedhof zog Nebel über die Abtei. Der Anblick ist Sehenswert und hat sich auf alle Fälle gelohnt.


17.09. Siena - Marina di Grosetto

Gefahrene Kilometer 164

Unsere Fahrt ging weiter zuerst nach Siena. Bei der Abfahrt war richtiges Novemberwetter. Dichter Nebel begleitete uns über die Berge.

Wir sind bis zum Sosta Platz Fagiolone gefahren. Keine Minute zu spät, wie sich heraus stellte. Der Platz füllte sich bald, denn es ist ein Bus- und Wohnmobilplatz.

Von dort aus sind wie zu Fuß nach Siena gegangen. Mit der Rolltreppe ging es 6 Stockwerke hinauf in die Stadt. So sind wir auch noch nie in eine Stadt gegangen.

Siena gilt als eine der schönsten Städte der Toskana und Italiens. Die historische Altstadt gehört seit 1995 zum UNESCO-Welterbe.

Siena bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie den Dom, Museo dell’Opera del Duomo, Ospedale Santa Maria della Scala,  Palazzo Pubblico (Palazzo Comunale), Pinacoteca Nazionale di Siena, Banca Monte dei Paschi di Siena, Palazzo Tolomei, Bottini di Siena, um nur einige zu nennen.

Der Dom entstand aus einer dreischiffigen romanischen Basilika, die am Anfang des 13. Jahrhunderts begonnen wurde und von der das Langhaus (ohne die Gewölbe) und die Vierungskuppel noch bestehen. Die gotischen Gewölbe im Langhaus und das mehrschiffige Querhaus wurden um 1260 neu errichtet.
Siena geht vermutlich auf eine etruskische Siedlung mit Namen Saena zurück und wurde unter römischer Herrschaft eine Kolonie mit dem Namen Saena Iulia. Ihre eigentliche Bedeutung erlangte die Stadt aber erst im Mittelalter.

 


Nach einer interessanten Tour durch Siena ging es zurück zum Wohnmobil. Nach einer kleinen Stärkung fuhren wir weiter nach Marina di Grosetto.

Kurz vor der Abfahrt nach Grosetto gab es einen fürchterlichen Unfall auf der Autobahn. Erschrekend war, dass Selfis mit dem total zerstörten Autos gemacht wurden.

Obwohl die Südtoskana etruskisches Stammland war, ist die Geschichte des Ortes erst zwei Jahrhunderte alt.

Die heutige Bucht von Grosseto zwischen Castiglione della Pescaia und der Ombrone-Mündung im Parco Naturale della Maremma war in der Antike ein großer Salzsee (Lacus Prelius), der im Mittelalter verlandete und versumpfte. Das gesundheitsschädliche Klima, in dem die Malaria grassierte, verhinderte bis ins späte 18. / 19. Jahrhundert die Ansiedlung von Menschen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde die rasant gewachsene Infrastruktur zunehmend von Umweltschützern kritisiert. Die touristischen Bedürfnisse haben sich gewandelt, viele der großen Appartementkomplexe stehen heute leer, alternative Agrotourismus-Angebote in den Hügeln des Hinterlandes sind im Kommen. Die Auflagen für den Campingbetrieb sind strenger geworden, beispielsweise ist wildes Campen im Pinienwald nicht mehr erlaubt.

Am ASCII Platz Camping Stella del Mare haben wir ein nettes Plätzchen gefunden.

Der Preis in der Nachsaisson € 17/Tag. Der Platz liegt an einer Sackstraße mitten im Pinienwald. Einziger Nachteil ist, dass er dazugehörige Strand eher klein geraten ist.

18.09. Ein Badetag

Nach den vielen Sehenswürdigkeiten wurde an diesem Tag eine Pause eingelegt. Einen kleinen Ausflug machten wir mit dem Roller nach Castiglione della Pescaia gemacht.

Die pisanische Rocca geht auf einen ersten, im 12. Jahrhundert angelegten Turm hoch auf dem Hügel über dem Hafen von Castiglione zurück, der in den darauffolgenden Jahrhunderten in einen vorgelagerten Mauerring mit zwei weiteren Ecktürmen eingebunden wurde; diese Anlage umschließt die Oberstadt dreiecksförmig. Der ursprüngliche Turm wurde stark verändert; er ist heute in Privatbesitz und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Weitere Befestigungsanlagen wurden im 15. Jh. von den Florentinern hinzugefügt.

Treppenaufgänge, teilweise mit Schwibbögen, ziehen sich durch die Altstadt innerhalb des Mauerrings und schließen die Kirche sowie den Palazzo Comunale mit ein.

Von der Aussichtsterrasse unterhalb des bewohnten Turms öffnet sich ein weiter Blick auf den Ort und nach Süden bis zur Isola del Giglio sowie zum Monte Argentario.

 

 

19.09. Paestum - Camp Nettuno

Gefahren Kilometer 552

 

Es ging wieder ein Stück weiter in den Süden. Unsere Route führte und  über Rom und Neapel nach Paestum.  Wir haben eine super Platz in der Nähe von Paestum gefunden.

Wir waren die einzigen Campinggäste im Camp Nettuno .

Ein ruhiger und romantischer Platz in der Nachsaisson. Für drei Tage inkluse Taxe haben wir

€ 60 bezahlt. Zum Meer geht man etwa 200 Meter. Der Platz hat auch einen Pool. Dieser war schon ausgelassen, störte und aber nicht. Leider liebten mich die Stechmücken und Wespen hier ganz besonders, denn gestochen hat mich alles.

Die Bäckerei und das Geschäft ist ca 1 Kilometer entfernt.

Hier hat es uns so gut gefallen, dass wir einige Tage geblieben sind. Wir machten einige Ausflüge mit dem Roller nach Paestum und in die nähere Umgebung. Es kam auch unser Hobby, das Geocachen nicht zu kurz.

Paestum kann bedeutende Baudenkmäler aus griechischer und römischer Zeit vorweisen. Besondere Bedeutung kommt den drei großen dorischen Tempeln zu, die jeweils exemplarisch für eine Bauepoche des dorischen Baustils stehen. Die Stadt wurde unter dem Namen Poseidonia um 600 v. Chr. von Griechen aus Sybaris oder Troizen gegründet. Der Ort ist somit eine Kolonie einer Kolonie, eine sogenannte Pflanzstadt, griech. apoikia. Die fruchtbare Landschaft und umfangreicher Handel führten innerhalb weniger Generationen zu Wohlstand, der sich im 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. im Bau großer Tempel, deren Ruinen bis heute erhalten sind, ausdrückte. Etwa 400 v. Chr. eroberten die Lukaner die Stadt und benannten sie in Paistos um.


22.09. Tropea

Gefahrene KM 552

Über die zum Teil sehr engen Küstenstraße ging es der S 18 entlang. Dieser Abschnitte gehört zu den schönsten Teilen Italiens.

Über Praia del Mare und Maratea fuhren wir der Küste entlang.  Von der Küstenstraße sieht man die rund 21 Meter hohe Christus Statue. Die Statue wurde von 1963 bis 1965 vom Florentiner Bildhauer Bruno Innocenti aus einer Spezialmischung von Zement und weißem Carrara-Marmor geschaffen.

Wahrzeichen von Praia a Mare ist die vorgelagerte Isola di Dino. Das Santuario della Madonna della Grotta befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums und beherbergt eine Holzstatue der Madonna mit Kind aus dem 15. Jahrhundert. In der Zeit vom 13. bis zum 18. August findet regelmäßig ein großes Fest zu ihren Ehren statt.

Unter der Stadt Tropea liegt der ASCII Platz Marina dell`Isola. Die Altstadt erreicht man über eine Treppe da die Kleinstadt auf einer Klippe an der Küste des tyrrenischen Meers erbaut wurde. Auf einer felsigen Halbinsel oberhalb des Badestrands von Tropea liegt die malerische Wallfahrtskirche Santa Maria dell'Isola.

Hinter uns standen Bayern ( Petra und Giovanni), mit diesen haben wir uns von Anfang an super verstanden. Wir haben zusammen Tropea besucht, und machten in einem Lokal Sperrstunde.  Es war super lustig mit den beiden. Tropea sollte nicht unsere einzige Begegnung bleiben.

24.09. Stromboli

Mit unseren Campingnachbarn Petra und Giovanni machten wir einen Ausflug mit einem Boot zum Stromboli. Das Ticket Stromboli bei Nacht kostet € 35/Person.

Man kann auch eine Tour für 2 Tage buchen um auf den Vulkan zu wandern.

Stromboli ist eine italienische Insel mit dem gleichnamigen, aktiven Vulkan vom Typ eines Strato- oder Schichtvulkans. Die Insel liegt im Mittelmeer nördlich von Sizilien. Die Insel hat eine Bevölkerung von ca 600  Menschen, die hauptsächlich vom Tourismus leben. Der Stromboli ist ständig aktiv. In unregelmäßigen Abständen (wenige Minuten bis stündlich) kommt es aus mehreren Krateröffnungen zu größeren und kleineren Eruptionen. Das ausgeworfene Material fällt meist in den Krater zurück oder es rollt teilweise über die Sciara del Fuoco ins Meer.

Leider konnten wir dieses Schauspiel nicht beobachten, da der Stromboli mit Woken verhangen war.

In der Abenddämmerung fährt das Ausflugsboot um den Stromboli herum. Dies brach der Kapitän nach kurzer Zeit ab, da hohe Wellen über das Heck des Bootes schlugen. 

Es wurde ein Scirocco angekündigt. So mussten sich die Ausflugsboote umkehren- Der Scirocco (auch Sirocco oder Schirokko) ist ein heißer Wind aus südlichen bis süd-östlichen Richtungen, der von der Sahara in Richtung Mittelmeer weht. Er ist ein gleichmäßiger, heißer Wüstenwind, der oft im Frühjahr, frühen Sommer und Herbst weht. In Extremfällen können Geschwindigkeiten eines tropischen Wirbelsturmes erreicht werden. Der Sturm sollte uns noch einige Zeit begleiten.

25.09 Die stürmische Ostküste

Gefahrene KM 323

Wir verabschiedeten uns von Giovanni und Petra und brachen Richtung Gargano auf. Aus Tropea hinaus zu kommen ist immer eine Schwierigkeit. Wir sind ca 300 Meter gegen die Einbahn gefahren, denn alles durchfahrten sind zu nieder. Kurz nach der Stadt hörte ich ein seltsames Geräusch aus den hinteren Teil des Wohnmobils. Unser Stütze war gebrochen und schleifte auf der Straße. Auf einer Verkerhsinsel blieben wir stehen und montierten das Teil ab.

Danach ging es weiter übers das Landesinnere auf die andere Seite. Weite sind wir nicht gekommen, denn durch ein Straßenfest war ein Dorf gesperrt. Wir waren mitten drinnen und konnten weder nach vorne noch zurück. Die Netten Leute räumten Ihre Verkaufsstände weg. So konnten wir rückwärts aus dem Ort fahren. Den ganzen Weg nach Tropea zurück. Von dort aus ging es nach Pizzo auf die Ostküste.

Mit den Plätzen hatten wir kein Glück. Da der Zug entlang der Küste fährt, sind die Zufahrten zu den Campingplätzen äusserst begrenzt. Entweder zu eng oder zu nieder. Hatten wir endlich ein schönes Plätzchen gefunden, war es dort unmöglich zu stehen. Der Sturm Scirocco hatte die Ostküste erreicht.  2 - 3 Meter hohe Wellen und ein Sandsturm das man kaum gehen konnte. Laut Wetterprognose sollte es die nächsten Tage so weiter gehen. Wir konnten auch keinen einzigen Campingplatz finden der um diese Zeit offen gewesen wäre.

Es blieb uns nicht übrig als den ganzen Weg wieder zurück zu fahren. Wieder in Tropea wurden wir von unseren Frunden herzlich empfangen.


26.9. Tropea

Der Sturm hat nun auch Tropea erreicht. Ins Meer konnte man nicht mehr gehen, da es ziemlich abgekühlt hatte.

Wir haben die Wahlfahrtskirche Santa Maria dell'Isola besucht.
Die erste Gründung der Kirche reicht in das frühbyzantinische Mittelalter zurück. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf Tropea und die dahinterliegende Berglandschaft. Hinter der Kirche findet sich ein liebevoll angelegter Garten. Der Eintritt kostet € 2/Person.

Es befindet sich auch ein Earthcache bei der Kirche. Dieses Rätsel mussten wir natürlich lösen.

Gegen Abend wurde der Sturm schlimmer. Alles ist durch die Gegend geflogen. Gott sei Dank ist über den Platz ein Netz gespannt. Dies hat die dicken Äste abgehalten, die runter gebrochen sind.


27.09. Diamante/Cirella

Gefahrene KM 363

 

Um 09 Uhr morgens bei 19 Grad ging es weiter nach Cirella. Wir kannten diesen Platz und wurden bei der Ankunft sofort freundlich begrüßt. Der Sturm wurde langsam besser. Wir konnten sogar wieder ins Meer.

Der Platz kostet in der Nachsaisson € 10. Für die Dusche benötigt man 0,50 ct.

In Diamante merkte man die Nachsaisson. Fast alles war geschlossen.

Mit dem Roller sind wir auf die Ruins of Cirella gefahren. Auch diese war schon geschlossen. Dies störte uns nicht. Man konnte auf der Seite am geschlossenen Tor vorbei gehen.

Wir sind ein paar Tage geblieben.


30.9. Salerno

Gefahrene KM 170

Bei straheldem Sonnenschein fuhren wir weiter nach Salerno. Am Campingplatz Lido Di Salerno, haben wir Petra und Giovanni wieder getroffen. 

Preis Platz mit ASCII € 17

Abends haben wir zusammen gegrillt und saßen bis spät in die Nacht zusammen.

Vom Platz aus sieht man auf die Amalfi Küste. Diese wollten wir uns am nächsten Tag ansehen. Leider machte uns wieder mal das Wetter einen Strich durch die Rechnung.

Als „Perle“ der Amalfiküste gilt das ehemalige Fischerstädtchen Positano. Es ist terrassenartig in Richtung Meer abfallend angelegt. Die Stadt Amalfi ist berühmt durch den Dom aus dem Jahre 937 und eines der wichtigsten Touristenzentren Süditaliens. Dies heben wir uns für das nächste Mal auf.


1.10. Viterbo Bagnaccio

KM 175

Da aus der Amalfiüste nichts geworden sind, fuhren wir weiter nach Viterbo zu Therme Bagnaccio. Das Wasser der Bagnaccio-Quellen, die bereits in der Antike unter dem Namen "Aquae Passeris" bekannt waren, bestehen im Allgemeinen aus Sulfat, Bicarbonat, alkalisch erdig,schwach schwefelig und hyperthermisch. Sie fließen bei einer Temparatur von 63° aus der Erde. Die Ursprünge der Nutzung des Thermalwassers zu Heil- und Schönheitszwecken reichen bis in die etruskisch-römische Zeit (3. Jahrhundert v. Chr.) zurück, wie durch die Schriften von Strabo, Tibullo, Simmaco, Marziale und Scribonio Largo, dem Arzt des Kaisers Tiberius, belegt. In der Umgebung von Bagnaccio finden Sie zahlreiche Überreste antiker römischer Bäder.

Da es in den letzten Tagen sehr abgekühlt hatte, war das warme Wasser eine Wohltat.

Preis für den Stellplatz € 6/Person. Eintritt für die Therme € 6/Person.